Grünes Licht für Bau von neuen Kunstrasenplätzen ohne Mikroplastik

Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner:

„Verzicht auf Kunststoffgranulat und neue Befüllung mit Sand ermöglichen umweltfreundliche Lösung“

Grünes Licht für den Bau neuer Fußball-Kunstrasenplätze ohne Mikroplastik in Oberösterreich hat heute, 16. April, der zuständige Landtagsausschuss auf Initiative von Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner gegeben. Neue Kunstrasenplätze dürfen nicht mehr mit Kunststoffgranulat befüllt und gebaut werden, sondern müssen umweltfreundlich mit Sand mit entsprechender Körnung ausgestattet werden. Dies gilt auch für Generalsanierungen. „Damit können wir bei jenen Standorten, an denen bereits Kunstrasenplätze geplant sind und die auch schon eine Finanzierungszusage haben, auch eine Realisierung ermöglichen“, erklärt Landesrat Achleitner, der sich bei den Sportsprechern der im Landtag vertretenen Parteien für deren Zustimmung bedankt. Neue Projekte sind in Pischelsdorf am Engelbach, Gunskirchen, Pasching, Perg, Natternbach, Schenkenfelden und Kremsmünster geplant.

Im Vorjahr war der Bau von Kunstrasenplätzen gestoppt worden, nachdem hinsichtlich Mikroplastik in Form des Kunststoffgranulats in den Plätzen Umweltbedenken aufgetaucht waren. Die EU hatte angekündigt, eine Prüfung vorzunehmen, bis dato aber noch keine Entscheidung präsentiert. „Wir haben daher entschieden, generell auf das Kunststoffgranulat zu verzichten und auf eine umweltfreundliche Variante mit speziell gekörntem Sand zu setzen, die auch in Europa schon mehrfach umgesetzt ist und auch hinsichtlich der Spieleigenschaften ausgezeichnete Referenzen hat“, so Landesrat Achleitner. Beispielsweise wurde ein mit diesem Sand befüllter Kunstrasenplatz zuletzt in Leipzig realisiert und erhält von Verein und Fachleuten volle Zustimmung. Auch das ÖISS, das Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau, hat diese Form von neuen Kunstrasenplätzen positiv bewertet.

In Oberösterreich gibt es bei rund 380 Fußball-Vereinen derzeit 24 Kunstrasenplätze. Die oben angeführten neuen sieben Standorte haben bereits eine Finanzierungzusage erhalten, unter der Voraussetzung eines positiven Abschlusses der notwendigen Behördenverfahren. Die Projekte wurden jedoch im Vorjahr auf „Hold“ gestellt, um eine Entscheidung für eine neue Form von Kunstrasenplätzen abzuwarten. Sport-Landesrat Achleitner: „Ich bin froh, dass wir damit sowohl ein sportliches als auch umweltfreundliches Signal setzen konnten.“

Somit werden in Oberösterreich nunmehr nur noch Kunstrasenplätze gefördert, die mit umweltfreundlichem Material gefüllt sind. Ebenso werden Generalsanierungen von Kunstrasenplätzen nur noch auf dieser Basis gefördert und dürfen ebenso kein Kunststoffgranulat mehr als Füllung verwenden.